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Aktuelles vom 1. Quartal 2012
 
16. Februar 2012

Faire Blumen in Durmersheim

Nein, wir verkaufen keine Blumen.Die schönen fair gehandelten Rosen in unserem Schaufenster wurden uns von der Firma Blumen Lorch zur Verfügung gestellt. Viele  Floristen führen fair gehandelte Blumen, bitte fragen Sie danach!

 

Schutzlabel für Blumen

Anfang 1999 einigten sich Blumenimporteure, Floristen, Menschenrechtsorganisationen und Gewerkschaften auf ein Siegel für „faire Blumen“. Grundlage des Vertrags ist die Satzung des  „Flower Label Programm“.
               
Seitdem gibt es im Fachhandel Blumen, die den besonderen Bedingungen des fairen Handels unterliegen Die Nelken, Rosen und Lilien stammen aus Produktionen, bei denen die Rechte der Arbeiterinnen und Arbeiter sowie die Umweltschutzbestimmungen eingehalten werden.  Ein Großteil der Blumen, die bei uns im Handel erhältlich sind, stammen aus Ländern der sogenannten „Dritten Welt“, so zum Beispiel aus Kolumbien, Ecuador, Kenia oder Zimbabwe. Unter welchen Bedingungen die Blumen produziert wurden, die hier auf den Ladentisch kommen, bleibt den meisten Konsumenten verborgen. Die Arbeiterinnen in den Betrieben sind den Pestiziden ohne Atemschutz und entsprechende Schutzkleidung ausgesetzt. Das „Flower Label Programm“  garantiert nun Gewerkschaftsfreiheit, existenzsichernde Löhne, den Verzicht auf giftige Pestizide. Auch ein Verbot der Kinderarbeit ist im Vertrag festgeschrieben.

Für die unabhängige Kontrolle der sozial- und umweltverträglichen Produktion sorgen die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt, das Hilfswerk Brot für die Welt, terres des hommes und Fairtrade.
9. Februar 2012

Ich bin Afrikaner!

Ich habe Würde! Ich brauche keine Almosen!

Das rief Erzbischof Desmond Tutu aus Südafrika den Besuchern eines evangelischen Kirchentages  zu.
Genau darum geht es im Fairen Handel! Dafür setzen sich viele tausend Menschen in der Weltladenbewegung ein. Keine Almosen für die Menschen  in Afrika,  in Südamerika,  in Asien und auch hier bei uns in Europa. Sondern gerechter Lohn für ihre Arbeit, damit ein Leben in Würde möglich ist. Die Kunden des Fairen Handels zeigen mit jedem Einkauf, dass sie Bischof Tutu verstehen und mit an der „Einen“ gerechten Welt bauen.

 

3. Februar 2012

Espresso ohne Koffein

Sie würden gerne manchmal abends noch einen Espresso trinken, aber ob sie dann noch schlafen können? Für Alle, die auf Koffein empfindlich reagieren haben wir jetzt einen entkoffeinierten Espresso aus 100% Arabica-Bohnen aus Guatemala und Mexiko.
Ein Original italienischer Bio – Espresso, d.h. In Italien geröstet, gemahlen und verpackt.
Ein Teil der Kaffeebohnen kommt aus Guatemala von der

"Asociación Chajul"

In der Provinz El Quiché, haben 1988 etwa 3 000 Kleinbauern eine Vereinigung gegründet, um den Rohkaffee gemeinsam zu vermarkten.
Bereits 1975 wurde in dieser Region eine vergleichbare Organisation aufgebaut, die fünf Jahre später vom Militär zerstört wurde, da Kooperativen als „kommunistisch“
galten. Bei den Übergriffen wurden allein in einem Dorf etwa 400 Mitglieder und der Priester, der die Kooperative initiiert hatte getötet. Der Rest der Dorfbevölkerung flieht – wie viele Guatemalteken – nach Mexiko. Erst 1988 kehrt ein Teil der Flüchtlinge wieder aus Mexiko zurück und gründet in Zusammenarbeit mit einem Priester die neue Vereinigung „Asociación Chajul“.

Die Produzenten

Die Bauernfamilien gehören zum überwiegenden Teil der Ethnie Ixil-Maya an, die in fast allen Bereichen in Guatemala unterdrückt werden, sowohl in der Kirche als auch der Politik und der Wirtschaft. Sie bewirtschaften im Schnitt weniger als einen Hektar Land. Neben Kaffee bauen sie Mais, Bohnen und Bananen an und halten Vieh für den eigenen Bedarf. Die Frauen weben Stoffe, die auf den Märkten gegen Bargeld verkauft werden können. Trotz der vielfachen Belastung im Alltag sind gerade die weiblichen Mitglieder besonders an Kursen über Ökologie und Gesundheit interessiert.
Da Bargeld in den ländlichen Haushalten in der Regel knapp ist, aber neben der Versorgung mit Lebensmitteln ständig gebraucht wird, ist die Bezahlung der Kaffeebauernfamilien in drei Schritten besonders wichtig: Vorfinanzierung vor der Ernte, bei Ablieferung des Rohkaffees und nach der Schlussabrechnung mit der GEPA. Nur von der „Asociación Chajul“ erhalten die Bauern dank des Fairen Handels ihr Geld zu drei verschiedenen Zeitpunkten. Sonst müssten sie bis zum Verkauf des Rohkaffees an den Zwischenhändler warten und bis dahin Gelder bei den lokalen „Kredithaien“ aufnehmen.
Von der „Asociación Chajul“ erhalten die Bauern rund 70 Prozent des Kaffeepreises, den die GEPA bezahlt. Die Vereinigung benötigt rund 20 Prozent, um die Serviceleistungen für die Mitglieder zu finanzieren und zehn Prozent fließen in den Kreditfonds für Mitglieder. Der gesamte Preis kommt somit den Mitgliedern der Genossenschaft zu Gute.

25. Januar 2012

Reis und Gentechnik

In der Öffentlichkeit wird zum Stichwort „Gentechnik“ oft über das Pro und Kontra des so genannten „Goldenen Reises“ diskutiert, der dank Gentechnik einen höheren Vitamin- und Eisengehalt hat und die Ernährung der Menschen verbessern soll. Doch in der Realität werden bis zu achtzig Prozent der Gentechnikforschung durchgeführt, um Pestistitresistenzen zu erforschen. Das heißt, Reissorten sollen mithilfe der Gentechnik gegen den Einsatz von Unkrautvernichtungsmittel resistent gemacht werden, so dass auf dem Feld nur das Unkraut gelb und dürr wird, nicht aber die Reispflanze. Diese Forschung mag für die Saatgutfirmen im Sinne einer industriellen Landwirtschaft gewinnbringend sein, nicht aber für die Umwelt und für die Kleinbauern, wie es die Partner des Fairen Handels sind. Denn sie verfügen zwar über ihre eigene Arbeitskraft, nicht aber über Geld zum Kauf von teurem Saatgut. Dies trifft weltweit auf die meisten Bäuerinnen und Bauern zu, vor allem in Afrika, Asien und Lateinamerika, aber auch  in Europa.

Hom Mali

„Weiße Blume“ wird der erstklassige Duftreis aus dem Nordosten Thailands nicht umsonst genannt, denn sein Aroma erinnert an den Duft frischer Jasminblüten. Um dieses Aroma zu entwickeln braucht der Jasminreis den Boden und das spezifische Klima der nordöstlichen Provinzen Surin und Yasothorn in Thailand. Auch in Europa kennen wir dieses Phänomen: Bei der Auswahl von Wein legen wir Wert auf die Herkunft. Oder bestimmte traditionelle Kartoffelsorten aus der Region schmecken uns besonders gut. Nicht anders ist es beim Reis: Sein Geschmack wird stark durch die klimatischen sowie geologischen Bedingungen in der Anbauregion bestimmt. Und Hom Mali aus Thailand gehört zu den besten.

 

19. Januar 2012

Der Weltladen vor dem AUS ?

Steht der Weltladen in Durmersheim vor dem AUS ? Immer wieder werden wir gefragt, ob es stimmt, dass wir "zumachen". Dazu wollen wir einige Informationen geben, denn Transparenz gehört zu den Kriterien des Fairen Handels.

Unser Mietvertrag läuft bis zum 15.April 2012. Unser Vermieter hat uns das Angebot gemacht, den Mietvertrag bis zum 31.12.2015 zu verlängern.
Bis zum 31.12. 2012 werden wir mit Sicherheit für alle da sein, denen die Möglichkeit wichtig ist, im Weltladen ein großes Sortiment sozial- und umweltverträglich produzierter Waren zu finden.

Wir würden gern den Weltladen weiterführen. Das wird jedoch nur möglich sein, wenn wir noch weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewinnen können. Ulla Slepica, unsere teils hauptamtlich und teils ehrenamtlich arbeitende Geschäftsführerin, möchte im Jahr 2012 ihre Aufgaben abgeben, um "im Ruhestand im zweiten Glied befreiter mitarbeiten zu können".

Könnten Sie sich eine ehrenamtliche oder/und hauptamtliche Mitarbeit bei uns vorstellen?
Wir würden uns freuen. Unser Jahresumsatz von ca. 100.000 € mit geringen Rabattsätzen ermöglicht uns leider nicht, einen Arbeitsplatz anzubieten, der einen ausreichenden Lebensunterhalt gewährt.

Inzwischen finden Sie Produkte mit dem FAIRTRADE–Siegel auch im Sortiment von Bio-Läden bis hin zu den Discountern. Die Handelskonzerne wie zum Beispiel Lidl und Aldi bessern durch die Siegelung eines Produkts ihr Image auf. Sie profitieren dabei vom guten Image des Fairen Handels. Dabei entspricht der Großteil der jeweiligen Unternehmenstätigkeit nach wie vor nicht den Kriterien des Fairen Handels. Im Gegenteil: Die Unternehmen tragen mehrheitlich nach wie vor dazu bei, diejenigen Probleme zu verstärken, die der Faire Handel zu lösen versucht.

Bitte tragen Sie weiterhin, solange es den Weltladen in Durmersheim gibt, mit Ihrem Einkauf zu mehr Gerechtigkeit im Welthandel bei und eröffnen sie mit uns Kleinproduzenten und Kleinbauern in Entwicklungsländern bessere Entwicklungsmöglichkeiten.
Wenn Ihr Beitrag zudem die Mitarbeit in irgendeiner Weise sein könnte, sprechen Sie bitte beim nächsten Einkauf mit uns oder rufen Sie bei unserem Vorstand Dieter Slepica, Tel. 07245/3448, an.

12. Januar 2012

Subarna Gold

Probieren Sie doch einmal unsere neue Teesorte Subarna Gold aus einem der besten Teeanbaugebieten der Welt: Darjeeling. Subarna Gold ist ein ein fein-blumiger Tee aus neuen Teesetzlingen, gemischt mit Orangenschalen und Ingwerstückchen.

Förderung der Kleinbauern-Kooperative Subarna

Die Kooperative "Subarna" wurde auf Initiative des GEPA-Handelspartners " Tea Promoter India" (TPI) gegründet. TPI ist Pionier in Sachen Bioanbau in Darjeeling. "Wir wollten nicht nur die Menschen im Teegarten Samabeong fördern, sondern auch Kleinbauern in der Region", so Binod Mohan von TPI. Deshalb wurden seit 1997 mehr als 750. 000 Teepflanzen für die Kleinbauern der Subarna Tea Cooperative aus dem GEPA-Mehrpreis finanziert. Zudem wurden Kurse gegeben, von der Pflanzenpflege bei Tee bis zum Aufbau einer Genossenschaft. Die Verarbeitung des Tees findet in der Teefabrik auf Samabeong statt. Entstanden ist der Kontakt zwischen TPI und den Kleinbauern aus der Region des Teegartens Samabeong übrigens über deren Kinder. Die Kinder der Kleinbauern besuchen zusammen mit den Kindern der Teearbeiter die weiterführende Schule auf Samabeong.

 
 

 

 

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